Miriam

Ein Musik Theater Frauen Porträt


Kurzinformationen:

Musik: William Osborne
Musik: William Osborne
Text: William Osborne
Musikalische Leitung und Inszenierung: William Osborne
Bühne und Kostüme: William Osborne
Masken: Roberta Militello-Schiel

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Veranstaltungsort:

Uraufführung:

Reithalle

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Miriam

Miriam

Ein Musik Theater Frauen Porträt

Miriam entstand als Reaktion auf die Unterdrückung von Frauen. Ich habe mich auf einen besonderen Aspekt konzentriert: Um es mit einem Jungschen Begriff auszudrücken – die Gesellschaft erwartet von den Frauen, dass sie eine „weibliche“ Persona annehmen, eine Rolle, durch die sie in ihren Zielen und Ambitionen, ihrer Kreativität, ihrer Kommunikationsfähigkeit und beim Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen gehemmt werden. Wenn eine Frau diese Persona ablehnt, bedeutet schon der bloße Akt, sich einer chauvinistischen Gesellschaft zu verweigern, eine Bestätigung ihres Wesens und womöglich sogar den Anfang eines Selbstfindungsprozesses. Doch wird ihr das Recht auf Kreativität und Selbstverwirklichung versagt, bleibt nur noch Schweigen. Schlimmer noch, wenn Menschen unterdrückt werden, dann enthüllt der Entzug der Persona manchmal nicht nur das „Nein“, sondern auch ein Individuum, dem pathologische Züge aufgezwungen wurden.

Ist dies nicht eine Allegorie für unsere Zeit? Muß eine Gesellschaft, die Frauen unterdrückt, denn nicht zwangsläufig ihre eigene „Anima“ – ihr kollektives kreatives Unbewusstes – unterdrücken? Wie können solche Menschen oder eine ganze Kultur die geistige Gesundheit, Kreativität und Würde wiederfinden? Und wie lassen sich diese Fragen mit dramaturgischen Mitteln ausloten?

Ein geschlossenes Kunstwerk erlaubt es nicht, einzelne Bedeutungselemente isoliert zu betrachten. Wenn man also wissen möchte, wie etwas dramaturgisch umgesetzt wird, muß man eine Produktion miterleben. [...] Das Werk muß für sich selbst sprechen. Und man kann nur hoffen, dass es eines Tages genug Künstlerinnen geben wird, und dass auch sie ganz und gar für sich selbst sprechen werden, mit einer Stimme, die denen der Männer ebenbürtig ist. Bis dahin müssen wir allerdings die Verantwortung für eine fundamentale Missachtung der Menschenrechte übernehmen.
(Text aus: William Osborne: Notizen zu „Miriam“)

Komponist

William Osborne

Bild des Komponisten: William Osborne

William Osborne

William Osborne was born 1951 in Deming, N.M., the grandson of homesteading cotton farmers.

He studied with George Crumb for five years in Philadelphia, and with Franco Donatoni for two in Rome. He has received two ASCAP awards, a Doctoral Fellowship to Columbia University, alternate to the American Rome Prize, and a major prize from the Theater Commission of the City of Munich for his Beckett productions. He founded The Wasteland Company in 1984 along with his wife Abbie Conant as the main performer to explore women's roles in music theater.

In recent years they have toured to over 155 cities in America and Europe to great critical acclaim with his compositions. Their European venues have included the Munich Biennale, The Stuttgarter Tage für Neue Musik, The Hamburg State Opera, The Bavarian State Opera, The Freiburg Theater Festival, The State Theater of Kassel, Frankfurt’s Theater am Turm, Munich’s Gasteig Cultrual Center, and Nuovo Forme Sonare in Rome. They have performed and given workshops at most of America’s major music schools including The Juilliard School, The New England Conservatory, Yale University, The Eastman School of Music, The Peabody Conservatory, Indiana University, The San Francisco Conservatory, Cal Arts, the University of California at Berkley, Ithaca College, and the University of Northern Texas. […]

Informationen

Besetzung & Credits

Besetzung


Musik: William Osborne
Text: William Osborne
Musikalische Leitung und Inszenierung: William Osborne
Bühne und Kostüme: William Osborne
Masken: Roberta Militello-Schiel
Koproduktion mit der Wasteland Company, München
Spieldauer: 95 Minuten, eine Pause
Rechte: William Osborne