Sonderkonzert der Münchner Philharmoniker


Kurzinformationen:

Musik: Jens Joneleit
Münchner Philharmoniker
Philharmonischer Chor München
Dirigent: Marcus Bosch 

Zur Besetzung

Veranstaltungsort:

Uraufführung:

Gasteig/Philharmonie


Sonderkonzert der Münchner Philharmoniker

Sonderkonzert der Münchner Philharmoniker

Jens Joneleit (*1968) Feld
für großes Orchester (2008)
Uraufführung
Kompositionsauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale

Karlheinz Stockhausen (1928-2007) Jubiläum
für Orchester (1977)

Peter Michael Hamel (*1947) Die Auflösung
Zweite Sinfonie 2 in fünf Sätzen für Orchester und Chor (2000–2007)
1. Satz Einklang
2. Satz Ausklang
3. Satz Nachklang
4. Satz Urklang
5. Satz Gegenklang
Uraufführung

Konzerte der Münchener Philharmoniker sind bewährter Teil der Münchener Biennale. Das Programm zum zwanzigjährigen Bestehen des Festivals schlägt in neuen Werken einen weiten Bogen. Jens Joneleit ist in dieser Biennale mit Piero – Ende der Nacht zum ersten Mal vertreten. Die Uraufführung seines neuen Orchesterwerks ergänzt den Blick auf sein Schaffen. Peter Michael Hamels Erste Sinfonie führten die Münchener Philharmoniker 1988 zur ersten Biennale unter der Leitung ihres damaligen Chefdirigenten Sergiu Celibidache auf. Auflösung, der Titel seiner Zweiten Sinfonie, „entstammt dem I Ging Buch der Wandlungen, welches mich seit mehr als 35 Jahren begleitet. Der Leitgedanken der 11. Münchener Biennale, der sich um die Begriffe „Ferne“ und „Nähe“ bewegt, war ebenfalls für die Textauswahl im 4. und 5. Satz bestimmend: Wie nah geriet zeitweise die ferne geistige Welt des tibetischen Totenbuches und wie fern gerückt als Mittelpunkt der Sterbehilfe die ungelösten Glaubensfragen der Bibel. Schließlich in der Utopie eines sinfonischen Ganzen hier das versuchte ökumenische Miteinander der beiden unterschiedlichen Weisheitsbücher, ein kompositorisch geschaffenes Ineinander über den Dialog hinaus: die ersten Worte des Totenbuches auf tibetisch und Sanskrit und die letzten Worte der Lutherbibel im 150. Psalm, getreu dem Vorbild von Mendelssohns Zweiter.“ (Peter Michael Hamel) 

Marcus Bosch
ist seit 2002 Generalmusikdirektor der Stadt Aachen. Der 1969 geborene Künstler entschied sich nach dem Studium in Heidelberg/ Mannheim für den klassischen Weg des Kapellmeisters und erarbeitete sich u.a. in Osnabrück, Wiesbaden, Halle und Saarbrücken früh ein umfangreiches Repertoire in Symphonik und Oper. Als Gast dirigierte er beim Orchestre National de Belgique, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Orchestra Nazionale della RAI Torino, den Düsseldorfer Symphonikern, dem MDR Sinfonieorchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Münchner Philharmonikern, der Sächsischen Staatsoper und der Staatskapelle Dresden, dem Theater Dortmund, der Göteborgs Operan und an der Komischen Oper Berlin. Der Hamburgischen Staatsoper ist er als ständiger Gast verbunden. Nach seinem Debüt mit Fidelio im September 2005 erfolgten umgehend Wiedereinladungen für Die Entführung aus dem Serail, Der Freischütz, Falstaff u.a. Anlässlich der Verleihung des Deutschen Musikpreises ECHO Klassik im Oktober 2006 dirigierte Marcus Bosch die Münchner Philharmoniker. Die Veranstaltung, live vom ZDF übertragen, führte sofort zu einer Wiedereinaldung nach München. Mit dem Sinfonieorchester Aachen spielte Marcus Bosch unter anderem Werke von Brahms, Bruckner, Mahler, Mozart, Verdi und Wagner ein. Besonders seine Interpretationen von Bruckners 7. und 8. Symphonie finden international eine hohe Anerkennung.

Komponist

Jens Joneleit

Bild des Komponisten: Jens Joneleit

Jens Joneleit

Jens Gerd Joneleit (* 17. September 1968 in Offenbach am Main) ist ein deutscher Komponist.

Joneleit wuchs in Nieder-Roden bei Offenbach auf. Im örtlichen Musikverein erlernte er das Schlagzeugspiel. Nach Abitur und Zivildienst spielte Joneleit zunächst Schlagzeug in regionalen Rock- und Jazzgruppen. 1990 übersiedelte er in die USA. Dort studierte er in Vermillion (South Dakota) und Madison (Wisconsin) bei Stephen Yarbrough (* 1946), Robert Marek (1915–1995), Lewis Hamvas und Joel Naumann (Schüler von Stefan Wolpe). Seit 1997 arbeitet Joneleit als freischaffender Komponist. Sein besonderes Interesse gilt größeren Formaten wie Musiktheater und Orchesterwerken, aber auch Kammermusik, Film und Hörspiel. 2002 erschien seine erste Portrait-CD mit Kammermusik. 2006 erhielt er den Komponisten-Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung, im gleichen Jahr wurde sein Stück Le tout, le rien in die Edition Zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrats aufgenommen. Michael Herrschel über Joneleit: „Die musikalischen Wurzeln von Jens Joneleit kann man im Free Jazz, der ihn früh faszinierte, ebenso suchen wie im unbefangenen Ernst, mit dem er das alteuropäische Erbe in all seinen Gegensätzen und Widersprüchen zu studieren begann.“ Jens Joneleit lebt in Berlin. Im Jahr 2010 wurde er mit dem Kulturpreis seiner Heimatstadt Rodgau für das Jahr 2009 ausgezeichnet. Am 3. Oktober 2010 wurde seine Oper Metanoia. Über das Denken hinaus zur Eröffnung der Ausweichbühne der Berliner Staatsoper Unter den Linden unter der Leitung von Daniel Barenboim uraufgeführt.

Informationen

Besetzung & Credits

Besetzung


Münchner Philharmoniker
Philharmonischer Chor München
Dirigent: Marcus Bosch 
Musikalische Assistenz: Volker Hiemeyer
Einstudierung: Andreas Herrmann
Die Veranstaltung wurde vom Bayerischen Rundfunk/ Hörfunk aufgezeichnet.

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