Biennale Plus

Ein Konzertwochenende zur Münchener Biennale 2010


Kurzinformationen:

Musik: Yang Lin, Raphaël Cendo
Münchner Rundfunkorchester
Dirigent: Ulf Schirmer
Solist: Lucas Fels, Violoncello

Zur Besetzung

Veranstaltungsort:

Uraufführung:

Herkulessaal der Residenz


Biennale Plus

Biennale Plus

Ein Konzertwochenende zur Münchener Biennale 2010
Münchner Rundfunkorchester

YANG LIN (*1982): Rasendes Adagio (2009)
für Orchester
Uraufführung
Auftragswerk der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale

ANTON WEBERN (1883 – 1945): Sechs Stücke für großes Orchester, op. 6 (1909)
Fassung für Kammerorchester (1920)

RAPHAËL CENDO (*1975): Charge (2009)
für Ensemble und Elektronik
Deutsche Erstaufführung
Michael M. Kasper, Violoncello; Peter Schlier, Kontrabass; Stefanie Finke, Flöte; Eberhard Knobloch, Klarinette; Saar Berger, Horn; Makio Kataoka, Trompete; Andreas Moser, Schlagzeug

HELMUT LACHENMANN (*1935): Notturno. Musik für Julia (1966/68)
für Violoncello und Orchester

Bei der 11. Münchener Biennale konnten wir die Reihe der Konzerte, welche die Musiktheaterproduktionen begleiten und beleuchten, dank der Förderung durch die Ernst von Siemens Musikstiftung deutlich erweitern. Die Konzertserie Biennale plus können wir in diesem Jahr weiterführen. Wir gewannen hierfür erfahrene Interpreten Neuer Musik. Die Münchner Philharmoniker sind mit ihren Konzerten traditionell Partner der Biennale, für das Deutsche Symphonie Orchester Berlin und das Radio-Symphonieorchester Wien bildete die Neue Musik stets ein wichtiges Arbeitsfeld, es gehört zum Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Das Münchener Rundfunkorchester hat sich in den letzten Jahren durch mutige, durchdachte Programme und Repertoireakzente profiliert. Die Dirigenten – Johannes Kalitzke, Susanna Mälkki, Stefan Asbury und Ulf Schirmer – sind international für ihre Repertoirebreite auch in der neueren und neuesten Musik anerkannt.

Konzipiert sind die Konzerte als Porträts fünf junger Komponisten, die die Programme selbst zusammengestellt haben. Sie wählten die Kontexte, in denen ihre Uraufführungen erscheinen. So entstehen Passagen durch die Geschichte der Neuen Musik, ihre Ästhetik der Konzentration (Webern und Nono), ihre Öffnung zu den anderen Künsten (Schönberg und Strawinsky), ihre Auseinandersetzung mit der Geschichte und ihrem wandelbaren Ideal der Schönheit (Lachenmann, Pesson), ihre Reflexion des Theaters in sich und um sich (Berio). 

 

 

Komponisten

Yang Lin, Raphaël Cendo

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Yang Lin

Mit einem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung wurde 2009 auch Yang Lin ausgezeichnet. 1982 in Peking geboren, begann sie 1995 das Musikstudium in ihrer Heimatstadt und setzte es danach in Freiburg/Breisgau bei Cornelius Schwehr fort. „Nicht das Sichere oder Erreichte ist es, was Yang Lin interessiert, sondern der Übergang, das In-Bewegung-Sein, der Weg dorthin“, heißt es in der Preis-Begründung der Ernst von Siemens Musikstiftung.

Bild des Komponisten: Raphaël Cendo

Raphaël Cendo

Der 1975 geborene Raphaël Cendo studierte zunächst Klavier, anschließend Komposition an der Ecole Normale de Musique in Paris, wo er im Jahr 2000 sein Diplom erhielt. Er besuchte 2003 die Kompositionsklasse des Conservatoire National Supérieur in Paris, anschließend den jährlichen Kurs für Komposition und elektronische Musik am IRCAM, den er 2006 abschloss. Raphaël Cendo besuchte Kompositionskurse bei Allain Gaussin, Brian Ferneyhough, Fausto Romitelli und Philippe Manoury.
Er komponierte Stücke für internationale Ensembles und Orchester wie z.B. L'Itinéraire, l'Orchestre national d'Ile de France, Diotima-Quartett, l'Ensemble intercontemporain, Ictus, Cairn, musikFabrik, l'ensemble Alternance, le Nouvel Ensemble Moderne, Les Percussions de Strasbourg, l’Orchestre symphonique de Montréal, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Seine Werke werden auf den wichtigen Festivals der zeitgenössischen Musik aufgeführt: l'Opéra de Lille, les concerts Tremplin au Centre Georges Pompidou, les festivals Mito à Milan, Biennale Venedig, Radio France à Montpellier, Voix Nouvelles à Royaumont, Présences de Radio France, Musica à Strasbourg, Ars Musica à Bruxelles, Why Note de Dijon, ainsi qu'en Allemagne, Internationale Ferienkurse für neue Musik Darmstadt und Donaueschinger Musiktage. 2007 wurde Raphaël Cendo mit dem Prix Espoir des internationalen Kompositionswettbewerbs des Orchestre Symphonique du Montréal ausgezeichnet, 2009 gewann er den prix Pierre Cardin der Académie des Beaux-Arts und 2011 den Prix Hervé Dugardin der SACEM. 2008 unterrichtete er Komposition an der Musikhochschule in Nanterre. Von 2009 bis 2011 war Raphaël Cendo Stipendiat der Académie de France in Rom (Villa Medici). 2012 gab er Vorlesungen bei den Internationalen Ferienkursen für neue Musik Darmstadt und bei den sessions de compositions Voix nouvelles in Royaumont. Raphaël Cendo lebt und arbeitet in Berlin.

Informationen

Besetzung & Credits

Besetzung


Münchner Rundfunkorchester
Dirigent: Ulf Schirmer
Solist: Lucas Fels, Violoncello

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