NUCLEUS 8

ἐδιζησ[Ά]μην ἐμε[Ω]υτόν


Kurzinformationen:

Musik: Minas Borboudakis
Regie: Birgitta Trommler
Kostüm: Michael Wagner
Stimme: Martina Koppelstetter

Zur Besetzung

Veranstaltungsort:

Uraufführung:

Muffathalle


NUCLEUS 8

NUCLEUS 8

ἐδιζησ[Ά]μην ἐμε[Ω]υτόν
ein Fragment für Stimme und Live-Elektronik nach Texten von Nora Gomringer und Heraklit

Die Frage nach dem Kern … eigentlich keine Frage für eine Antwort. Eher ein rhetorischer Gestus, der mit einem neuem Stück eine weitere Frage stellt. Was ist es also? Ist es die Suche nach dem eigenen Kern? Oder die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem inneren, ganz eigenen Dichter, die uns treibt? Oder der Punkt an dem die Lyrikerin Nora Gomringer und Heraklit sich treffen? "Sucht!!" schrei(b)t Gomringer, "Ich habe mein Selbst erforscht" flüstert der Philosoph und Eines steht fest: daß es dieses Eine nicht gibt!!


Nucleus 
die Frage nach dem Kern: was ist der Kern einer Oper, eines zeitgenössischen Stücks

Musiktheater, einer einzelnen, individuellen Komposition? Oder ist es die Frage nach dem Kern von Oper überhaupt, von Musiktheater heute: was macht das Medium aus? Auf was lässt es sich reduzieren, dass wir immer noch denken: es ist Musiktheater! Das wäre die Frage nach der Form. Und was ist ein Kern: Anfang, Neubeginn – schlummernde Möglichkeit, die unter günstigen Bedingungen aufkeimen, sich entwickeln und entfalten kann? Oder Ende eines Prozesses, Quintessenz sozusagen und winziges Endprodukt der Reifung mit der Potenz zur Erneuerung?

… vor Jahren sah ich einen Laib Brot (und kaufte ihn), davor ein Schild im Laden zur Klassifizierung: „Essener Brot mit 7 lebenden Getreiden“. Lebend? Keimfähig! Auch nach dem Backen, nach dem Essen …?

Ist der Kern das Ganze, verdichtet und komprimiert, oder ist es der Ansatz, die Keimzelle? Acht Komponisten und Komponistinnen haben sich der hoch komplexen Frage gestellt, ihre Antworten sind knapp, kompakt, provozierend kurz – eine Sache von Minuten, Sekunden. Michael Emanuel Bauer, Minas Borboudakis, Nikolaus Brass, Manuela Kerer, Thomas Meadowcroft, Stefan Schulzki, Eva Sindichakis und Alexander Strauch gehen künstlerisch ganz unterschiedliche Wege. Sie differieren in ihrer musikalischen Sprache, ihrer Vorstellung von Theater, ihren Konzepten. Das Resultat: acht Einwürfe vor den abendfüllenden Produktionen der Biennale … acht Kernsätze im musiktheatralen Vorfeld.

 

Komponist

Minas Borboudakis

Bild des Komponisten: Minas Borboudakis

Minas Borboudakis

Minas Borboudakis, 1974 in Heraklion/Kreta geboren, studierte Klavier bei Georgios Kaloutsis, Olaf Dressler, Urszula Mitrenga-Wagner Komposition bei Wilfried Hiller, Peter Michael Hamel und  besuchte Meisterklassen von Luciano Berio, George Crumb, Wolfgang Rihm. Er erhielt u.a. ein Stipendium an die Cité Internationale des Arts Paris und den Preis der Christoph und Stephan Kaske-Stiftung. Zu den Interpreten seiner Werke gehören das Symphonieorchester und das Rundfunkorchester des BR, das RSO Stuttgart und Saarbrücken des SWR, das Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, das Tonhalle Orchester Zürich sowie das Ensemble Modern, die Kremerata Baltica und das Münchener Kammerorchester. 2007 wurde sein erstes Bühnenwerk liebe. nur liebe bei den Münchner Opernfestspielen der Bayerischen Staatsoper unter Kent Nagano uraufgeführt.

Informationen

Besetzung & Credits

Besetzung


Konzept, Komposition: Minas Borboudakis
Regie: Birgitta Trommler
Kostüm: Michael Wagner
Stimme: Martina Koppelstetter
Video: Rainer Ludwig
Live-Elektronik: Minas Borboudakis / 16. und 17. Mai
Max Hundelshausen / 18. Mai
Dank an Native Instruments und Ableton

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