English version not available.

NUCLEUS 3

M.eta-M.orph-O.P.-er


Brief informations:

Music: Alexander Strauch

Complete cast

Venue:

World premiere:

Gasteig/Foyer Carl-Orff-Saal


NUCLEUS 3

NUCLEUS 3

M.eta-M.orph-O.P.-er

Beginn der Oper ist Metamorphose, Verwandlung. Der Begriff geht allerdings über das Mythische hinaus, findet sich in Geologie wie Biologie. Ein Grund, die Metamorphose auf einen Opern-O.P.-Tisch zu legen. Alles ist im Flusse: Aggregatszustände, Gefühle, Begegnungen, Karrieren, Leben, Städte, etc. 

M.eta-M.orph-O.P.-er zeichnet dies assoziativ nach. Junge Frauen verwandeln sich in Katzen, landen vor Gericht, entfliehen als Insekten, die seziert werden, erfrieren, Essen Eis, werden zu Sand, der zu Stein, sind berühmte Sing-Annas, die zum Ursprung ihrer Karriere als Reinigungspersonal zurückfinden, aus dem Wach- in den Schlafzustand verfallen.

Nucleus – die Frage nach dem Kern: was ist der Kern einer Oper, eines zeitgenössischen Stücks

Musiktheater, einer einzelnen, individuellen Komposition? Oder ist es die Frage nach dem Kern von Oper überhaupt, von Musiktheater heute: was macht das Medium aus? Auf was lässt es sich reduzieren, dass wir immer noch denken: es ist Musiktheater! Das wäre die Frage nach der Form. Und was ist ein Kern: Anfang, Neubeginn – schlummernde Möglichkeit, die unter günstigen Bedingungen aufkeimen, sich entwickeln und entfalten kann? Oder Ende eines Prozesses, Quintessenz sozusagen und winziges Endprodukt der Reifung mit der Potenz zur Erneuerung?

… vor Jahren sah ich einen Laib Brot (und kaufte ihn), davor ein Schild im Laden zur Klassifizierung: „Essener Brot mit 7 lebenden Getreiden“. Lebend? Keimfähig! Auch nach dem Backen, nach dem Essen …?

Ist der Kern das Ganze, verdichtet und komprimiert, oder ist es der Ansatz, die Keimzelle? Acht Komponisten und Komponistinnen haben sich der hoch komplexen Frage gestellt, ihre Antworten sind knapp, kompakt, provozierend kurz – eine Sache von Minuten, Sekunden. Michael Emanuel Bauer, Minas Borboudakis, Nikolaus Brass, Manuela Kerer, Thomas Meadowcroft, Stefan Schulzki, Eva Sindichakis und Alexander Strauch gehen künstlerisch ganz unterschiedliche Wege. Sie differieren in ihrer musikalischen Sprache, ihrer Vorstellung von Theater, ihren Konzepten. Das Resultat: acht Einwürfe vor den abendfüllenden Produktionen der Biennale … acht Kernsätze im musiktheatralen Vorfeld.

Composer

Alexander Strauch

Bild des Composers: Alexander Strauch

Alexander Strauch

Alexander Strauch, 1971 in München geboren, lernte in München und Frankfurt/M bei Hans-Jürgen von Bose, Hans Zender und Isabel Mundry. An Stipendien erhielt er u.a. Internationales Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg, Cité Internationale des Arts Paris. Sein Hauptaugenmerk liegt auf dem Musiktheater: Eröffnung des Münchener Akademietheaters (Prinzregententheater) 1996 mit Narrow Rooms nach James Purdy. Zuletzt sah man von ihm K.o.per auf Max Schmeling und Joe Louis (2005, i-camp München) sowie UT.op-er nach Thomas Morus' Utopia (2009, Semperoper Dresden). Neben seinem Nucleus-Beitrag ist er mit Neda – der Ruf/die Stimme / Persische Trilogie 2 auf der Münchener Biennale 2012 dabei (UA 13./14./15.5.2012 i-camp München).

Informations

Cast & credits

Cast


Konzept und Komposition: Alexander Strauch
The Strauch AllStars: Anna Maria Bogner, Sopran, Beatrice Greisinger, Sopran

This website uses cookies to provide the best experience. For more information please see our Data privacy statement. OK