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Composer

Gerhard Stäbler

Gerhard Stäbler

Gerhard Stäbler (* 20. Juli 1949 in Wilhelmsdorf bei Ravensburg) studierte Komposition bei Nicolaus A. Huber und Orgel bei Gerd Zacher in Detmold und Essen.

Von Anfang an war er nicht nur als Komponist aktiv, sondern engagierte sich auch politisch und auf organisatorischem Gebiet. So konzipierte Stäbler die „Aktive Musik“- Festivals mit Neuer Musik und fungierte darüber hinaus im Jahr 1995 auch als künstlerischer Leiter der Weltmusiktage der „Internationalen Gesellschaft für Neue Musik“ im Ruhrgebiet.

Ein dritter zentraler Strang seiner Tätigkeit liegt im pädagogischen Bereich. In Workshops und Seminaren für Komposition und Improvisation arbeitete Stäbler mit jungen Musikern aus vielen Ländern. Als Composer in Residence und Gastprofessor wirkte er zeitweise unter anderem in Nord- und Südamerika sowie im Nahen und Fernen Osten.

Stäblers Musik verlässt oft den Rahmen des Konventionellen, indem er Elemente in seine Kompositionen einbezieht, die die herkömmliche Aufführungssituation (und damit die herkömmliche Publikumserwartung) durchbrechen, sei es durch Gesten oder Bewegungen im Raum, sei es mittels Licht- und Duftgestaltung oder durch aktives Einbeziehen des Publikums: Immer kommt es ihm darauf an, die Phantasie anzuregen, Ohren und andere Sinne für neue, unerwartete Wahrnehmungs- und Denkmuster zu sensibilisieren. Hierher rührt auch Stäblers Vorliebe für das Ineinandergreifen von Komposition und Improvisation, die von der jeweils einzigartigen Spannung unter den Ausführenden im noch offenen und nur präformierten Moment lebt. Gleichwohl ist Stäblers Musik in ihren Abläufen immer äußerst durchdacht und von ausgefeilten Konstruktionen geprägt, die die direkte musikalische Aussage nicht beeinträchtigen.

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