Klangspuren 4 - 2001/2002

Gesprächskonzert mit dem Komponisten G.F. Haas


Kurzinformationen:

Musik: Georg Friedrich Haas
Moderation: Siegfried Mauser

Zur Besetzung

Veranstaltungsort:

Uraufführung:

Gasteig/Carl-Orff-Saal


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Klangspuren 4 - 2001/2002

Klangspuren 4 - 2001/2002

Gesprächskonzert mit dem Komponisten G.F. Haas

Josquin Desprez (um 1440-1521)                
Agnus Dei II aus der Missa „L’homme armé super voces musicales“ (Instrumentalfassung)
Bearbeitung des Satzes von G.F. Haas für Violine, Violoncello, Altflöte, Bassklarinette, Klavier und Schlagzeug  

Gérard Grisey (1946-1998)                           
Talea
für Violine, Violoncello, Flöte, Klarinette und Klavier  

Franz Liszt (1811-1886)                                           
Romance oubliée
für Viola und Klavier  

Ivan Wyschnegradsky (1893-1979)              
aus den Préludes op.22
für 2 Klaviere  

G.F. Haas     
Hommage à György Ligeti                                    
für einen Pianisten       

G.F. Haas               
„Übermalung“
für Violine, Violoncello, Flöte, Klarinette, Klavier und Schlagzeug
Uraufführung

Komponist

Georg Friedrich Haas

Georg Friedrich Haas

Aufgewachsen ist Georg Friedrich Haas (* 16. August 1953 in Graz) in Tschagguns (Vorarlberg). Er studierte 1972 bis 1979 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Komposition (u. a. bei Iván Eröd und Gösta Neuwirth), Klavier (Doris Wolf) und Musikpädagogik. Haas ist Gründungsmitglied der Grazer Komponistenvereinigung die andere saite. Von 1981 bis 1983 studierte Haas bei Friedrich Cerha in Wien.
Er nahm mehrmals an den Darmstädter Ferienkursen und am „Stage d'Informatique Musicale pour compositeur“ am IRCAM in Paris teil. Georg Friedrich Haas lehrte zunächst als Dozent und später mit Unterbrechungen als Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz u. a. die Fächer zeitgenössische Kompositionstechniken und Kontrapunkt. Seit Herbst 2005 ist er außerdem Dozent für Komposition an der Hochschule für Musik der Musik-Akademie der Stadt Basel. Seit September 2013 ist er Professor für Komposition an der Columbia University New York. Georg Friedrich Haas gilt als Vertreter der Spektralmusik. Seine Werke zeichnen sich vor allem durch klangliche Experimente aus, die oft auf ein Aufbrechen des zwölftönigen Systems zur intensiven Nutzung der Mikrointervallik und Panchromatik sowie spezieller Obertonreihen zurückgehen. Haas’ Ästhetik ist von der Überzeugung getragen, Musik vermöge „Emotionen und seelische Zustände von Menschen so zu formulieren, daß sie auch von anderen Menschen als die ihren angenommen werden können“.

So hat Haas mit dem Intellektualismus mancher Strömungen der musikalischen Avantgarde (z. B. des Dekonstruktivismus) gebrochen. Viele seiner Kompositionen kreisen um die thematischen Pole Nacht, Fremde und Romantik.Georg Friedrich Haas erhielt 1992 einen Sandoz-Preis und 1998 den Ernst-Krenek-Preis. Er wurde mit dem Großen Österreichischen Staatspreis für Musik 2006 ausgezeichnet (überreicht am 28. November 2007) und gehört dem Österreichischen Kunstsenat an. Im Herbst 2007 widmete das Festival Wien Modern Haas einen Schwerpunkt. Im Mai 2012 wurde er in die Akademie der Künste in Berlin berufen. 2013 erhielt Haas den Musikpreis Salzburg.

Informationen

Besetzung & Credits

Besetzung


Moderation: Siegfried Mauser
Beteiligte: Ensemble TrioLog:
Peter Sheppard Skaerved, Violine/Viola
Yves Savary, Violoncello
Burkhard Jäckle, Flöte
Stefan Blum, Schlagzeug
Jan Philip Schulze, Klavier
und
Stefan Schneider, Klarinette  
Siegfried Mauser, Klavier und Moderation

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