Komponist

Claus-Steffen Mahnkopf

Claus-Steffen Mahnkopf

Claus-Steffen Mahnkopf studierte ab 1984 Musikwissenschaft, Philosophie und Soziologie an den Universitäten Heidelberg, Freiburg und Frankfurt sowie Komposition bei Klaus Huber, Emmanuel Nunes und Brian Ferneyhough. 1989 legte er sein Philosophieexamen bei Jürgen Habermas ab. Er wurde 1993 mit einer Arbeit über Arnold Schönberg promoviert. Die Musik Ferneyhoughs übte nachhaltigen Einfluss auf Mahnkopfs musikalisches Denken aus und wurde neben der Philosophie Theodor W. Adornos zur entscheidenden Inspirationsquelle für sein eigenes künstlerisches Schaffen. Seit Ende der 80er Jahre finden seine Arbeiten eine immer größere Resonanz, was sich in Aufführungen auf zahlreichen internationalen Festivals sowie in der Verleihung einer Anzahl von Preisen und Auszeichnungen niederschlägt (u. a. Gaudeamus Prize 1990, 1. Preis beim Stuttgarter Förderwettbewerb 1993, Siemens-Förderpreis 1998; Stipendien der Paul Sacher Stiftung und der Heinrich Strobel Stiftung; Studienaufenthalte in Venedig und Rom/Villa Massimo). Von 1990 bis 1996 sowie in den Jahren 2002/03 unterrichtete Mahnkopf als Lehrbeauftragter bzw. Lehrstuhlvertreter an der Musikhochschule Freiburg, 2003 wechselte er an die Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig. Im Jahre 2005 wurde er dort zum Professor für Komposition ernannt, zwei Jahre später initiierte er die Veranstaltungsreihe Musik & Gegenwart. Sein Gesamtwerk wird bei Sikorski verlegt. Seit 2011 erscheint im Label NEOS die CD-Reihe "Mahnkopf Edition". 1995 gründete er mit Richard Klein und Ludwig Holtmeier die Gesellschaft für Musik. Seit 1997 ist er Herausgeber der Zeitschrift "Musik & Ästhetik" im Verlag Klett-Cotta. Er ist Mitherausgeber der Studienreihe "sinefonia" und der Buchreihe "New Music and Aesthetics in the 21st Century" im Wolke Verlag. Er ist Autor zahlreicher Bücher und über 120 Einzelaufsätze. Er unterrichtet in Meisterkursen und hält im In- und Ausland Vorträge. 2012 war er Mitbegründer des Instituts für Musik und Ästhetik, dessen einer Institutsleiter er ist. Er war verheiratet mit der jüdischen Religionswissenschaftlerin Francesca Yardenit Albertini (1974-2011). Über ihr Leben und ihre Ideen schrieb er das Buch "Deutschland oder Jerusalem. Das kurze Leben der Francesca Albertini".

Klangspuren 4 - 1996/1997

Gesprächskonzert der Münchener Biennale in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsoper und der Münchner Volkshochschule

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