Komponist

Claude Vivier

Claude Vivier

wurde 1948 in Montréal (Kanada) geboren. Mit zwei Jahren wurde er von der Familie Vivier adoptiert, seine Eltern blieben ihm unbekannt. Als Zwölfjähriger wurde er in ein Internat der Maristenbrüder aufgenommen, dort entdeckte er „in einem offenbarungsartigen Augenblick beim Singen der Mitternachtsmesse die Musik für sich“ (Bob Gilmore). Dem 18-Jährigen wurde nahegelegt, das Priesterseminar zu verlassen, weil sein Temperament für den Beruf eines Geistlichen zu reizbar sei. Er studierte Musik zunächst in Montréal (Komposition bei Gilles Tremblay), ab 1971 in Utrecht bei Gottfried Michael König und in Köln bei Hans Ulrich Humpert und Karlheinz Stockhausen. 1974 kehrte er nach Montréal zurück und fand mit seinen Werken zunehmend Resonanz. Im Herbst 1976 trat er eine längere Asienreise mit Stationen in Japan, Bali und Thailand an. 1979/80 lernte er bei einem Europaaufenthalt die „Musique spectrale“ kennen. Im Sommer 1982 ging er mit einem Kompositionsauftrag des Canadian Council nach Paris. Dort wurde er am 7. März 1983 von einem Stricher in seiner Wohnung erstochen.

Foto: © J.A. Billard

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