Komponist

Qu Xiao-Song

Qu Xiao-Song

Qu Xiao-Song (auch Qu Xiaosong) (* 1952 in Guiyang, Provinz Guizhou, Südwestchina) ist ein chinesischer Komponist. Seine klangsinnliche Musik ist eine Synthese von Natur und Kultur, aber auch eine Verschmelzung von Westlichem und Fernöstlichem. Qu Xiao-song war 14 Jahre alt, als in China die Kulturrevolution ausbrach. Er musste vier Jahre als Landarbeiter bei Bauern im entlegenen Mio arbeiten. Wie kaum ein anderer chinesischer Komponist ist er von dieser Erfahrung bis heute tief geprägt. Qu Xiao-Song schloss 1983 sein Studium am Central Conservatory of Music in Peking ab. Danach entsteht eine Reihe von Werken, die ganz aus dem Geist der chinesischen Volksmusik entstanden sind, etwa die drei Kantaten: Mong Dong (1986), Cleaving the Coffin (1987) nach einer Legende über den chinesischen Philosophen Zhuangzi und Mist (1991). 1989 wurde er vom Center for US-China Arts Exchange der Columbia University New York zu einem Stipendium eingeladen; seitdem lebt er in New York City. 1990 begann er seinen siebenteiligen Werkzyklus Ji, „Stille". Stille ist hier keine Pause wie in der westlichen Musik, sondern die Stille ist das wichtigste musikalische Ereignis selbst. Qu Xiao-song bekam Aufträge vom Holland Festival, dem American Composers Forum, dem Hong Kong Chinese Orchestra und Musica Viva Boston. Seine Opern Oedipus und The Death of Oedipus feierten 1993 und 1994 Weltpremiere in Stockholm bzw. Amsterdam; seine Kammeroper The Test wurde 2004 von der Münchener Biennale und der Oper Berlin in Auftrag gegeben und im Mai 2004 uraufgeführt. Qu Xiao-song unterrichtet am Konservatorium von Shanghai Komposition.

Versuchung

Kammeroper nach einem klassischen chinesischen Schauspiel (in chinesischer Sprache)

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