Le Livre de Fauvel

Allegorie in Musik, Tanz und Gesang


Kurzinformationen:

Musik: Rupert Bawden
Libretto: Rupert Bawden
Musikalische Leitung: Rupert Bawden
Choreographie: Riccardo Duse
Bühne und Kostüme: Marc Deggeller

Zur Besetzung

Veranstaltungsort:

Uraufführung:

Gasteig/Foyer Carl-Orff-Saal

Weitere Vorstellungen:
Gasteig/Foyer Carl-Orff-Saal
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Le Livre de Fauvel

Le Livre de Fauvel

Allegorie in Musik, Tanz und Gesang

„[...] Der Münchner Auftrag bezog sich nicht ausschließlich auf ein Ballett-Werk, und ich dachte zunächst in die Richtung des Musiktheaters mit singenden Schauspielern – da hatte ich jedoch eine Niete gezogen, und so kam ich wieder zurück auf meine ursprüngliche Idee einer Theatersprache, die ganz auf Tanz und Gebärden basiert. Der größte Teil des Textes ist narrativ und deskriptiv – nur wenige Worte werden von den Personen selbst gesprochen; das brachte mich auf die Idee, die Singstimmen in den Orchestergraben zu verlegen, und das ist auch der Grund für den häufigen Gebrauch von Sprache und Deklamation in der Partitur. So vieles im originalen Roman des Fauvel legt eine Realisierung durch Tanz nahe, nicht zuletzt auch die Illustrationen, die ein genauso wichtiger Teil des Ganzen sind wie die Worte oder die Musik. Die einzige voll entwickelte „Persönlichkeit“ im Stück ist Fauvel selbst: seine erste Szene, in der er in seinem engen Stall eingekerkert ist, erniedrigt und allein mit seinen Träumen, gab mir die ersten ballettgemäßen Vorstellungen ein, und ich wurde bald durch die Selbstverständlichkeit ermutigt, mit der auch andere Szenen ihren Platz fanden. [...]

Diese Allegorie, die vor mehr als 600 Jahren von Gervais du Bus, Raoul Chaillou du Pesstain und anderen in ätzendem Protest gegen die Übel und Torheiten ihrer Zeit geschrieben wurde, klingt für mich durch die Jahrhunderte hindurch und erscheint heute so munter und lebhaft wie eh und je. Wenn ich auch nur ein Viertel ihrer Lebendigkeit und bunten Fülle zur Darstellung gebracht habe, kann ich mehr als zufrieden sein.“

(Text aus: Rupert Bawden, Le Livre de Fauvel – Über die Komposittion von Le Livre de Fauvel)

 

 

Komponist

Rupert Bawden

Bild des Komponisten: Rupert Bawden

Rupert Bawden

Rupert Bawden wurde 1958 in London geboren. Nach dem Verlassen der Universität Cambridge, wo er Komposition bei Robin Holloway studierte, machte er eine abwechslungsreiche musikalische Karriere als Musiker, Komponist und Dirigent.

1991 wurde sein Ballett Le Livre de Fauvel, von der Stadt München für das Bayerische Staatsballett in Auftrag gegeben. Ein Großteil der Arbeiten aus den letzten fünf Jahren zuvor kann als Vorbereitung für dieses Projekt gesehen werden. Eine tangentiale Beziehung besteht mit Werken die im Jahr 1989 uraufgeführt wurden, Dramatische Kantate über die Legende von Apollo und Daphne und der Barcarole Ultima Scena.

Im Jahr 1993 schrieb er Die Tage der Hawk, eine Einstellung des Textes von Ali Ahmad von John Asfour Sa'id übersetzt, für Chor und Orchester. Im Jahr 1992 beauftragte die Almeida Opera Mörike-Lieder - eine Einstellung von Texten von Eduard Mörike für Sopran, Harfe und vier Celli.

Parallel zu seiner Tätigkeit als Komponist, hat Rupert Bawden ausgiebig als Performer gearbeitet. Als Dirigent hat er mit dem BBC Symphony Orchestra und dem Scottish Chamber Orchestra, der Northern Sinfonia, London Sinfonietta, Nash, Almeida und Endymion Ensembles gearbeitet. Er hat Opern von Henze und Michael Nyman aufgeführt, und für die BBC Inszenierungen der Werke von Gruber (Frankenstein) und Kagel (Oral Verrat). Er führte auch das BBC Symphony Orchestra in David Sawers Sony preisgekröntem Swansong.

Foto © Malcolm Crowthers

Informationen

Besetzung & Credits

Besetzung


Musik: Rupert Bawden
Libretto: Rupert Bawden
 (nach Le Roman de Fauvel)
Musikalische Leitung: Rupert Bawden
Choreographie: Riccardo Duse
Bühne und Kostüme: Marc Deggeller
Auftragswerk der Landeshauptstadt München
Koproduktion mit dem Bayerischen Staatsballett in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk/ Fernsehen
Spieldauer: 60 Minuten, keine Pause
  • Le Livre de Fauvel
    © Regine Körner
  • Le Livre de Fauvel
    © Regine Körner
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    © Regine Körner

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