November


Kurzinformationen:

Musik: Osvaldo Golijov
Konzept und Choreographie: Verena Weiss
Ausstattung: Katja Salzbrenner

Zur Besetzung

Veranstaltungsort:

Uraufführung:

Gasteig/Black Box

Weitere Vorstellungen:
Gasteig/Black Box
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November

November

„Das, was der chinesische Philosoph sagt, kann man nicht von der Tatsache trennen, dass er es chinesisch sagt.“ Zu dieser Schlussfolgerung kam Strawinsky, als er über Manier und Stil in der Kunst nachdachte. Dies gilt auch für November, ein Werk, in dem die musikalische und theatralische „Darstellung“ gleichzeitig die „Idee“ ist. Der Stil von November wird bestimmt durch die Überschneidung zweier Vorstellungen, basierend auf einer Aufnahme, bei der Glenn Gould die Balladen, op. 10 und die späten Intermezzi von Brahms spielt, und eines Textfragments aus Rothschilds Geige von Tschechow. Doch diese „Schnittstelle“ fungiert lediglich als Ausgangspunkt für die Forschungsreise in ein Gebiet, das noch von anderen Bildern bevölkert ist, deren Geheimnis erst entschleiert werden muss.

Gould hat Brahms als Text bzw. als Text-Vorstufe für seine eigenen Meditationen benutzt. Und ich mache einen ähnlichen Prozess durch, indem ich gleichsam „exponential“ vorgehe: ich benutze seine Aufnahme als „Partitur“, als Text, den ich interpretiere und reflektiere. Während ich dies tue, fühle ich, dass es mir – trotz der Stilunterschiede zwischen diesem besonderen Musikstück und meinen bisher entstandenen Werken – wie immer ein grundsätzliches Bedürfnis ist, meine Vorstellungskraft in konkreten, emotional und historisch festgelegten musikalischen Gesten zu verwurzeln. Erst wenn ich für jedes Stück den ihm eigenen Ursprung gefunden habe, fühle ich mich in der Lage, nachzuforschen, zu verändern, dem ursprünglichen Material eine neue Bedeutung zu geben, im Rahmen der Einschränkungen durch ein anderes fundamentales Bedürfnis: nämlich die kommunikativste, lebendigste und expressivste musikalische Darstellung zu finden. [...]

(Text aus: Osvaldo Golijov, Die Suche nach dem Ursprung)

Komponist

Osvaldo Golijov

Bild des Komponisten: Osvaldo Golijov

Osvaldo Golijov

Osvaldo Golijov (* 5. Dezember 1960 in La Plata) ist ein argentinischer Komponist osteuropäischer, jüdischer Abstammung.

Nachdem Osvaldo Golijov am Konservatorium in La Plata Klavier und bei Gerardo Gandini Komposition studiert hatte, ging er 1983 nach Israel. In Jerusalem studierte er bei Mark Kopytman an der Rubin Academy und vertiefte sich in die gegensätzlichen Musiktraditionen dieser Stadt. 1986 ließ er sich in den USA nieder, um an der University of Pennsylvania zu promovieren. Er studierte dort bei George Crumb und war als Schüler von Oliver Knussen Stipendiat in Tanglewood.

Anfang der 1990er Jahre begann Golijov eng mit zwei Streichquartetten zusammenzuarbeiten: dem St Lawrence String Quartet und dem Kronos Quartet. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Kooperation von Osvaldo Golijov und dem St Lawrence String Quartet veröffentlichte EMI im Jahr 2002 „Yiddishbbuk“, eine für den Grammy nominierte CD mit Golijovs Kammermusik. […]

Informationen

Besetzung & Credits

Besetzung


Musik: Osvaldo Golijov
Konzept und Choreographie: Verena Weiss
Ausstattung: Katja Salzbrenner
Auftragswerk der Landeshauptstadt München
Produktion: Münchener Biennale
  • November
    © Regine Körner
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