Warum weiß ich nicht - Kindheitsblicke

Fünf Kurzopern


Kurzinformationen:

Musik: Jelena Dabic, Gregor A. Mayrhofer, Samy Moussa, Arash Safaian, Johannes X. Schachtner
Texte: Micaela von Marcard, Norbert Niemann, Claudio Pinto, Dorna und Arash Safaian
Musikalische Leitung: Ulrich Nicolai
Regie: Johanna Wehner
Raum und Kostüme: Elisabeth Vogetseder
Dramaturgie: Angelika Rösser
Licht: Michael Bauer

Zur Besetzung

Veranstaltungsort:

Uraufführung:

Reaktorhalle

Weitere Vorstellungen:
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Warum weiß ich nicht - Kindheitsblicke

Fünf Kurzopern

Zum Blick des Anderen gehört auch der Blick auf die eigene Kindheit und Kindheit schlechthin. Man erinnert sowohl falsch als auch richtig. Scheinbar Wichtiges. Scheinbar Beiläufiges. Warum weiß man nicht. Objektivität, Subjektivität verlieren ihre Wertigkeit und Distanz.

Das Projekt holt Studierende der Hochschule für Musik und Theater München und der Bayerischen Theaterakademie August Everding dort ab, wo sie sind: Im Abnabelungsalter ihrer Herkunft. Im Aufbruchalter zu ihrer Persönlichkeit. Frei von Literaturvorlagen und Traditionen entstehen (durch selbstgewählte LibrettistInnen, selbstausgedachte Formen) fünf Kurzopern der Serbin Jelena Dabic, des gebürtigen Iraners Arash Safaian, des Kanadiers Samy Moussa und der Münchner Johannes X. Schachtner und Gregor A. Mayrhofer.

Komponisten

Jelena Dabic, Gregor A. Mayrhofer, Samy Moussa, Arash Safaian, Johannes X. Schachtner

Bild des Komponisten: Jelena Dabic

Jelena Dabic

Jelena Dabić wurde in Sremska Mitrovica in Serbien geboren. Nach dem Besuch des Musischen Gymnasiums „Petar Krančević“ in ihrer Heimatstadt studierte sie Musiktheorie und Komposition an der Akademie der Künste in Novi Sad, in der Klasse von Prof. Zoran Mulić. 2007/2008 war sie als Dozentin an der Akademie der Künste in  Novi Sad im Studiengang  Etnomusikologie tätig. Von Oktober 2008 bis Juli 2010 studierte sie, als Stipendiatin der Bayrischen Hochschulzentrums (Bayhost), an der Hochschule für Musik und Theater München, wo sie die Meisterklasse für Komposition bei Prof. Jan Müller-Wieland erfolgreich abschloß. Außerdem besuchte sie zahlreiche Kompositionskurse und Workshops bei Komponisten wie Wolfgang Rihm, Peter Michael Hamel, James Clarke, Aleksandra Vrebalov, Alexander Müllenbach,Isabel Mundry, Frederic Durieux und Pascal Dusapin. Ihre Werke werden regelmäßig sowohl in Serbien als auch in Deutschland gespielt. Ihre Kurzoper „Spiegelspiel“ wurde bei der Münchener Biennale 2010 uraufgeführt. Weitere Kompositionsaufträge kamen u.a. durch das Siemens Arts Programm und durch das Festival Young Euro Classic, für welches sie die Orchesterwerke „Beethaphase“ (2010) und „In Circle“ (2011) schrieb Seit Juni 2012 lebt sie als freischaffende Komponistin in Hamburg.

Bild des Komponisten: Gregor A. Mayrhofer

Gregor A. Mayrhofer

Gregor A. Mayrhofer (*1987 in München) studierte nach dem Abitur am Gabriel-von-Seidl-Gymnasium Bad Tölz Komposition und Gehörbildung an der Musikhochschule München (Jan Müller-Wieland) sowie am Conservatoire national supérieur de musique de Paris (Frédéric Durieux). Seit 2011 studiert er an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf Komposition (Manfred Trojahn) und Orchesterdirigieren (Rüdiger Bohn). Er besuchte Meisterkurse in Komposition bei Alessandro Solbiatti (IT), Pascal Dusapin (FR), Gerhard Stäbler (D), Sergei Newski (RU) und Dirigieren bei Johannes Schlaefi (CH) und Keneth Kiesler (USA). Unterrichtet wurde er außerdem in Tonsatz (Rudi Spring, Rainer Bartesch) sowie in den Instrumenten Klavier (Gitti Pirner, Fabio Romano, Elianne Reyes), Jazzklavier (Christian Elsässer, Pierre de Bethmann), Violine, Orgel und Klarinette. Als Dirigent und Komponist arbeitete er zusammen mit international renommierten Künstlern und Ensembles (Rumänische Staatsphilharmonie , North Czech Philharmonic, Cape Philharmonic, Bergische Symphoniker, Neue Philharmonie Nordrhein-Westfalen, Ensemble Nostri Temporis Kiev, Berliner Sinfonietta, Musikfabrik Köln). Mayrhofer ist Musikalischer Leiter und Gründer des Studienstiftungsorchesters NRW. Im Herbst 2013 wurde er von der Opera Mauritius eingeladen, die musikalische Gesamtleitung der diesjährigen Festspiele mit der Open-Air-Produktion von „Dido and Aeneas“ zu übernehmen. Kompositionsaufträge erhielt er u.a. vom Bayerischen Rundfunk , Opera Mauritius, Münchner Biennale, Avantgarde-Festival, Tiroler Festspiele Erl, Bayerischer Landesjugendchor, Siemens Arts Forum, Bayerische Staatsoper München. Außerdem setzt er sich als Dirigent sehr für die zeitgenössische Musik ein und dirigierte zahlreiche Uraufführungen. Konzerte als Dirigent, Pianist und Komponist in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Slowenien, Tschechien, Rumänien, Ukraine, Mauritius.

Bild des Komponisten: Samy Moussa

Samy Moussa

Samy Moussa ist Komponist und Dirigent. 1984 in Montréal geboren, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt (Komposition bei José Evangelista), danach in Tschechien (Dirigieren bei Paolo Bellomia), in Finnland (bei Magnus Lindberg), ab 2007 in München bei Matthias Pintscher und Pascal Dusapin. Darüber hinaus besuchte er Dirigiermeisterkurse von Pierre Boulez, Peter Eötvös und Klaus Arp. Bei der Münchener Biennale wurde 2010 seine Kurzoper L’autre frère uraufgeführt. Kompositionsaufträge erhielt Samy Moussa u. a. vom Orchestre Symphoniquede Montréal unter Kent Nagano und von Pierre Boulez für das Lucerne Festival 2015. Seine Musik wurde z.B. vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem DSO Berlin und dem Vancouver Symphony Orchestra gespielt. 2013 wurde er mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgezeichnet. Seit 2010 leitet er das INDEX Ensemble München. Als Assistenzdirigent arbeitete Moussa mit dem hr-Sinfonieorchester und dem Ensemble Modern in Frankfurt. Als Gastdirigent leitete er u. a. das RSO Wien, die Staatskapelle Halle, das MDR Sinfonieorchester, und arbeitete mit Solisten wie Albrecht Mayer oder Ragna Schirmer zusammen. Samy Moussa lebt in Paris und Berlin.

Bild des Komponisten: Arash Safaian

Arash Safaian

Arash Safaian wurde 1981 in Teheran geboren. Sein musikalisches Œuvre umfasst zahlreiche kammermusikalische Arbeiten sowie Werke für großes Orchester, Film und Oper. Seine musikalische Grundausbildung erhielt er unter anderem als Jungstudent am Meistersingerkonservatorium Nürnberg. An der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg studierte er Malerei bei Prof. Peter Angermann.Er erarbeitete mehrere Bilderserien, zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen folgten. Für seinefrühe Malerei erhielt er den Preis der sächsisch-bayrischen Jugendkunstbiennale. Ab 2005 studierte er an der Hochschule für Musik und Theater München Komposition bei Hans-Jürgenvon Bose und Jan Müller-Wieland, sowie Filmmusik bei Enjott Schneider. Zusätzlich intensivierte er seine künstlerische Ausbildung bei Pascal Dusapin. Er realisierte multimediale Konzepte wie eine Klanginstallation für das Experimentaltheaterstück “Treffpunkt Golghata“ am Prinzregententheater München, Filmmusiken für Kurz- und Spielfilme,darüber hinaus ein Violinkonzert für großes Orchester und die Kurzoper „At Stake“ für die 12. Opernbiennale München. Er erhielt Aufträge von u.a.:  Ensemble Musica Viva, KlangkonzepteNürnberg, Zeit für Neue Musik Bayreuth, A-devangarde München, Siemens-Arts-Programm,Tage neuer Musik Bamberg.   2010 gründete er mit Samy Moussa das "Index-Ensemble" für zeitgenössische Musik und Bildende Kunst. Er ist Preisträger des Kompositionspreises der Reinl-Stiftung Wien, des internationalenGünther-Bialas Preises München und des eon Kulturpreises Bayern. Er erhielt ein Stipendiumdes DAAD, der Villa Concordia Bamberg und der Stadt München. Er lebt und arbeitet in München und Berlin.

Bild des Komponisten: Johannes X. Schachtner

Johannes X. Schachtner

Johannes X. Schachtner, geboren 1985, studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München, wo er heute als Komponist und Dirigent lebt. Sein kompositorisches Schaffen umfasst Werke für Soloinstrumente, Kammer-, Vokal- und Orchestermusik sowie Werke für das Musiktheater, die u.a. von der Bayerischen Staatsoper, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und den Bamberger Symphonikern in Auftrag gegeben wurden. Im Mai 2014 wird ein Auftragswerk von ihm bei der Münchener Biennale mit Ulf Schirmer und dem Münchner Rundfunkorchester uraufgeführt. International renommierte Solisten wie Silke Avenhaus, Julia Fischer, Maximilian Hornung, Julius Berger und Peter Schöne führten seine Werke auf. Seit 2010 werden seine Werke beim renommierten Musikverlag Hans Sikorski verlegt. Als Dirigent arbeitete Johannes Schachtner u.a. mit dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt oder den Münchner Symphonikern. 2007 gab er sein Operndebüt mit Rossinis „Il turco in Italia“, es folgten weitere Opernproduktionen, zuletzt 2013 eine Uraufführungsproduktion am Landestheater Vorarlberg sowie die musikalische Leitung von Philipp Glass‘ „Galileo Galilei“. Für sein Schaffen wurde Schachtner mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen bedacht. So war er u.a. 2010 Stipendiat an der Cité des Arts in Paris. 2011 war er „Artist in residence“ der Philharmonie Bad Reichenhall und 2013 erhielt er den Musikförderpreise der Landeshauptstadt München; außerdem ist er compositore ospito beim 46. Asiago-Festival in Italien.

Foto (c) Alex Weidner

Informationen

Besetzung & Credits

Besetzung


Texte: Micaela von Marcard, Norbert Niemann, Claudio Pinto, Dorna und Arash Safaian
Musikalische Leitung: Ulrich Nicolai
Regie: Johanna Wehner
Raum und Kostüme: Elisabeth Vogetseder
Dramaturgie: Angelika Rösser
Licht: Michael Bauer
Ton: Ememkut Zaotschnyj
Video: Sebastian Heiland
Mitwirkende: Monika Lichtenegger (Sopran), Martina Koppelstetter (Mezzosopran), Samuel Jaime Santana (Countertenor), Brent Damkier (Tenor), Peter Neff (Bariton)
Arcis-Ensemble der Hochschule für Musik und Theater München
Zwischenmusik: Georg Glasl und seine Zitherklasse
Künstlerische Leitung: Jan Müller-Wieland, Cornel Franz
Dauer: ca. 90 Minuten
Aufführungsrechte: Copyright der Musik liegt bei den Komponisten. Das Copyright der Librettisten ist abgegolten.
Produktion der Hochschule für Musik und Theater München, der BayerischenTheaterakademie August Everding in Zusammenarbeit mit der Münchener Biennale
Musik: Jelena Dabic, Gregor A. Mayrhofer, Samy Moussa, Arash Safaian, Johannes X. Schachtner
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    © Regine Körner
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    © Regine Körner
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