Vastation (Wüstung)

Nach der Wahl ist vor der Wahl


Kurzinformationen:

Musik: Samy Moussa
Libretto: Toby Litt / Deutsche Übersetzung von Peter P. Pachl
Musikalische Leitung: Samy Moussa
Inszenierung: Christine Mielitz
Bühne: Dorit Lievenbrück

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Veranstaltungsort:

Uraufführung:

Gasteig/Carl-Orff-Saal

Weitere Vorstellungen:
Gasteig/Carl-Orff-Saal

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Vastation (Wüstung)

Vastation (Wüstung)

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Zwischen Politik und Sciencefiction müsse seine Oper spielen, nahm sich Samy Moussa vor: hart an der Wirklichkeit, aber nicht dokumentarisch, fantastisch, aber nicht im Niemandsland realitätsferner Flausen. In Toby Litt, dem britischen Autor von Kurzgeschichten und Songtexten, fand er einen Librettisten, den das Projekt und die besonderen Anforderungen des Musiktheaters reizten: die knappe, gezielte Sprache, die es verlangt, das wendige Surfen zwischen Wirklichkeit und Wahrscheinlichkeit, das es interessant macht, und die Bereitschaft, sich mit dem Komponisten auf ein „work in progress“ einzulassen. Mit Samy Moussa ist Toby Litt der Auffassung, dass vor allem der dramatische Verlauf und die theatralische Intensität über die Wahl der künstlerischen Mittel entscheiden, und nicht irgendwelche (musik-)sprachlichen Vorgaben oder Regeln.

Die Geschichte der Wüstung beginnt in der Endphase einer Wahlkampagne. Die amtierende Präsidentin braucht zu ihrer Wiederwahl eine Krise, damit sie sich als Retterin inszenieren kann. Ihre Berater schaffen sie, tragen sie ohne Skrupel mit allen Mitteln, unter hohen, auch persönlichen, mitmenschlichen, seelischen Verlusten aus. Der Militärschlag gelingt, die politische Macht bliebe der Präsidentin, ihre Wiederwahl wäre sicher – aber „Wüstung“ ist nicht nur im „Feindesland“ angerichtet. Was wird sie tun?

Samy Moussas bisherige Kompositionen zeichnen sich durch strukturelle Klarheit und meist durch einen kraftvollen Zugriff auf die Klangmaterie aus. Die Klarheit seines Stils bleibt auch in der großen Form der Oper ein wesentliches Anliegen. Die Kraft seiner Tonsprache aber hält sich in Wüstung oft im Hintergrund und wirkt wie ein elektrisches Feld, das Energie akkumuliert, ohne sie sofort zu entladen. Seine Partitur versteht Samy Moussa, Komponist und Dirigent, nicht als eine Vorschrift, die andere erfüllen sollen, sondern als eine Einladung an die Musiker, dem geschriebenen Notentext durch ihr Engagement Spannung und Intensität zu verleihen.

Video: Samy Moussa über seine Oper "Vastation" (UMPClassical)

Komponsitengespräch mit Samy Moussa am Donnerstag, 8. Mai 2014, 18.45 Uhr im Gasteig / Raum 0.131.
Moderation: Peter Ruzicka


Komponist

Samy Moussa

Bild des Komponisten: Samy Moussa

Samy Moussa

Samy Moussa ist Komponist und Dirigent. 1984 in Montréal geboren, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt (Komposition bei José Evangelista), danach in Tschechien (Dirigieren bei Paolo Bellomia), in Finnland (bei Magnus Lindberg), ab 2007 in München bei Matthias Pintscher und Pascal Dusapin. Darüber hinaus besuchte er Dirigiermeisterkurse von Pierre Boulez, Peter Eötvös und Klaus Arp. Bei der Münchener Biennale wurde 2010 seine Kurzoper L’autre frère uraufgeführt. Kompositionsaufträge erhielt Samy Moussa u. a. vom Orchestre Symphoniquede Montréal unter Kent Nagano und von Pierre Boulez für das Lucerne Festival 2015. Seine Musik wurde z.B. vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem DSO Berlin und dem Vancouver Symphony Orchestra gespielt. 2013 wurde er mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgezeichnet. Seit 2010 leitet er das INDEX Ensemble München. Als Assistenzdirigent arbeitete Moussa mit dem hr-Sinfonieorchester und dem Ensemble Modern in Frankfurt. Als Gastdirigent leitete er u. a. das RSO Wien, die Staatskapelle Halle, das MDR Sinfonieorchester, und arbeitete mit Solisten wie Albrecht Mayer oder Ragna Schirmer zusammen. Samy Moussa lebt in Paris und Berlin.

Informationen

Besetzung & Credits

Besetzung


Komposition: Samy Moussa
Libretto: Toby Litt / Deutsche Übersetzung von Peter P. Pachl
Musikalische Leitung: Samy Moussa
Inszenierung: Christine Mielitz
Bühne: Dorit Lievenbrück
Kostüme: Isabel Glathar
Licht: Martin Stevens
Video: Andreas Hauslaib
Choreinstudierung: Alistair Lilley
Dramaturgie: Jens Neundorff von Enzberg, Eva Maskus
Mitwirkende:
Anna Vera Egorova, Alt
Lola Anna Pisareva, Sopran
Harry / Colonel Jongmin Yoon, Bass
Dimitri Seymour Karimov, Bariton
Campaign Manager Cameron Becker, Tenor
Opernchor des Theaters Regensburg
Philharmonisches Orchester Regensburg
Regieassistenz und Abendspielleitung: Eva-Maria Eiberger
Inspizienz: Mirko Lodderstedt
Soufflage: Bettina Hentschel
Bühnenmeister: Paul Eichhorn
Beleuchtungsmeister: Wanja Ostrower
In englischer Sprache mit deutschen Titeln
Spieldauer: 90 Minuten
Aufführungsrechte: Editions Durand, Paris
Kompositionsauftrag der Carl-Orff-Stiftung
Librettoauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale und des Theaters Regensburg
Koproduktion der Münchener Biennale mit dem Theater Regensburg

Carl-Orff-Stiftung Theater Regensburg

  • Vastation (Wüstung)
    © Adrienne Meister
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