Vivier

Ein Nachtprotokoll


Kurzinformationen:

Musik: Marko Nikodijević
Libretto: Gunther Geltinger
Musikalische Leitung: Sebastian Beckedorf
Inszenierung: Lotte de Beer
Bühne, Kostüme & Lichtdesign: Clement & Sanôu

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Uraufführung:

Muffathalle

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Vivier

Vivier

Ein Nachtprotokoll

Claude Viviers Musik fasziniert und beschäftigt Marko Nikodijević seit Längerem. 2007 bis 2012 entstand – in typischen Stadien perfektionierender Überarbeitungen – das dreiteilige Ensemblestück chambres des ténèbres. Mit seiner ersten Oper eröffnet der Komponist ein neues Stadium der Auseinandersetzung mit dem „Alter ego“ seiner selbst. – Kunst und Leben griffen bei Vivier eng ineinander, nicht erst in der grausigen Todesnacht, sondern schon beim Entschluss, nicht Priester, sondern Komponist zu werden, und sich als Suchender auf Weltreise zu begeben. Aus dieser Spannung heraus konzipierten Marko Nikodijevic und Gunther Geltinger Musik und Libretto der Oper. Sie geht von den Werken aus, durch die sich Vivier mitteilte, sie ist weder biographisch noch dokumentarisch angelegt. Den Rahmen bildet die Metrofahrt in der Nacht, in welcher der Komponist den jungen Prostituierten trifft, der ihn mit zahllosen Messerstichen töten wird. Von der Szene im Pariser Untergrund blendet die Oper zurück und voraus. Vorstellungen und Figuren aus Viviers Werken, aus seiner Oper Kopernikus und aus Zipangu, treten in die Handlung ein, sie verwischen, wie in Viviers eigenem Musiktheater, die Grenzen zwischen Lebensdrang und künstlerischer Imagination. Wie Vivier gab Gunther Geltinger seinem Libretto eine strenge, knappe Sprachform, die der Musik die Entfaltung der dramatischen Kräfte ermöglicht. In Nikodijevićs Partitur tauchen Passagen aus den chambres des ténèbres wieder auf, aber auch techno-inspirierte, harte, aus dem Rhythmus entfesselte Musik und ihre sphärischen Gegenbilder, Musik von immenser physischer Präsenz und Transzendenz, nahe Gewalt und lichter Traum.

BR-KLASSIK wird einen Mitschnitt von "Vivier" im Rahmen der Festspielzeit am 8. Juli um 20.03 Uhr senden.

Komponistengespräch mit Marko Nikodijević am Mittwoch, 7. Mai 2014, 18.45 Uhr im Gasteig, Raum 0.131.
Moderation: Peter Ruzicka

Komponist

Marko Nikodijević

Bild des Komponisten: Marko Nikodijević

Marko Nikodijević

Marko Nikodijević wurde 1980 in Subotica (Serbien) geboren. Er studierte in Belgrad, 2003-05 in Stuttgart bei Marco Stroppa, 2011 belegte er den Meisterkurs beim Ensemble Modern. Nach mehreren internationalen Auszeichnungen u. a. beim UNESCO Rostrum of Composers erhielt er 2013 den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung. Kurse in Physik und nicht linearer Mathematik, die er in Belgrad belegte, beeinflussten auch sein Komponieren. Algorithmen, Fraktale und die Anwendung der Chaostheorie dienen ihm als kreative Methoden, in jüngster Zeit wandte er sich dem DJing und der Techno-Ästhetik zu. Werke von Nikodijević wurden von renommierten Spezialensembles und Orchestern bei maßgeblichen  internationalen Festivals aufgeführt.

Informationen

Besetzung & Credits

Besetzung


Musik: Marko Nikodijević
Libretto: Gunther Geltinger
Musikalische Leitung: Sebastian Beckedorf
Inszenierung: Lotte de Beer
Bühne, Kostüme & Lichtdesign: Clement & Sanôu
Choreinstudierung:
München: Martin Zöbeley
Braunschweig: Georg Menskes / Johanna Motter
Dramaturgie: Sarah Grahneis
Mitwirkende:
Vivier
Tim Severloh, Countertenor

Harry
Liebhaber 1
Heiliger Sebastian
Rustichello
Sängerstimme im Wiegenlied
Musa Nkuna, Tenor

Typ 1
Stricher 1
Liebhaber 2
Priester 1
Marco Polo
Sängerstimme im Wiegenlied
Malte Roesner, Bariton

Typ 2
Tschaikowsky
Priester 2
Herrscher
Sängerstimme im Wiegenlied
Zeremonienmeister (Stricher 2)
Daniel Holzhauser, Bass

Vokal-Solisten des Kammerchor München / Chor des Staatstheaters Braunschweig
Orchester des Staatstheaters Braunschweig
Studienleitung: Burkhard Bauche
Musikalische Assistenz: Christopher Hein, Ann-Katrin Stöcker
Regieassistenz und Abendspielleitung: Christina Sievert
Ausstattungsassistenz: Christian Kleiber
Inspizienz: Juliana Albrecht
Soufflage: Frauke Schirm
Kompositions- und Librettoauftrag der Landeshauptstadt München und des Staatstheaters Braunschweig zur Münchener Biennale
Koproduktion der Münchener Biennale mit dem Staatstheater Braunschweig
Die Veranstaltung wird vom Bayerischen Rundfunk / BR-Klassik aufgezeichnet
Spieldauer: ca. 80 Minuten
Aufführung: in deutscher Sprache mit Übertiteln

Aufführungsrechte: Musikverlag Hans Sikorski GmbH & Co. KG

Staatstheater Braunschweig Bayern Klassik

Statisterie: Patrick Kaluza, Ingolf Wagner, Dominic Wittrin
Kinderstatisterie: Johannes Geller, Samuel Geller
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