Komponist

Marco Stroppa

Marco Stroppa

Der Komponist, Forscher und Dozent Marco Stroppa (geb. 8.12.1959 in Verona) begann seine Musikstudien in Italien (Diplom in Klavier, Komposition, Chorleitung und Elektronische Musik). Er perfektionierte in der Zeit von 1984 bis 1986 seine wissenschaftlichen Kenntnisse am Massachusetts Institute of Technology in den USA (Kognitive Psychologie, Informatik und Künstliche Intelligenz).

Von 1980 bis 1984 arbeitete er mit dem Compterklangforschungzentrum der Universität Padua zusammen. Auf Einladung von Pierre Boulez hin, zog er 1982 nach Paris um als Komponist und Forscher am IRCAM zu arbeiten. Von 1987 bis 1990 wurde er auch Direktor der Abteilung für musikalische Forschung des IRCAMs ernannt. Diese Zusammenarbeit setzte sich ohne Unterbrechung bis heute fort und war von entschiedener Bedeutung für seine musikalische Ausbildung.

1996 erhielt er den Kompositionspreis der Osterfestspiele in Salzburg. Im Sommer des gleichen Jahres war er unter den Komponisten der Next Generation bei den Salzburger Festspielen.

Als aktiver Dozent erteilt Marco Stroppa seit 1984 am IRCAM Unterricht. 1987 gründet er den Kompositions- und Computermusikkurs beim Internationalen Bartók Festival in Szombathely (Ungarn), wo er bis 1999 unterrichtete. Seit 1999 ist er Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Er unterrichtete auch an dem Conservatoire National Supérieur in Paris und Lyon.

Unter den wichtigsten Werken zählen: Traiettoria (1982-84) für Klavier und Elektronik, Spirali (1988-89) für Streichquartett mit Raumprojektion, Hiranyaloka (1993-4) für Orchester, élet...fogytiglan (1989-98) für Ensemble, 1. Buch (1991-95) für Klavier, Zwielicht (1998) für 2 Schlagzeuger, Kontrabass, Elektronik und 13-D Raumprojektion, Come Natura di Foglia (1996-2001) für Vokalensemble und Elektronik sowie verschiedene Reihen (Auras, 1995, für Schlagzeug, little i, 1996, für Flôte, I will not kiss your f.ing flag, 2005, für Posaune, ...of Silence, 2007, für Saxofon, hist whist, 2009, für Violine), Concertos (Upon a Blade of Grass, 1996, für Klavier und großes Orchester und From Needle's Eye, 1999, für Posaune, 2 Quintette und Schlagzeug), Chorwerke (Cantilena, 2001, für 16-stimmingen 3-fach geteilten gemischten Chor, Lamento, 2004, für 6-stimmigen gemischten Chor) und kammermusikalische Werke (Hommage à Gy. K., 2003, für Klarinette, Bratsche und Klavier, Nous sommes l’air, par la terre, 2003, für Bratsche und Akkordeon, Ossia, Seven Strophes for a Literary Drone, 2005, für Violine, Cello und Klavier, Opus nainileven, Cinque Requies per la Democrazia, 2004, für Bläserquintett, gla-dya, études sur les rayonnements jumeaux, für 2 Hörner.

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